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Rassevielfalt in Uelsen

HF v. Erode - Neco, Zü. Ludwig Kloth, Selm

Beschreibung

Die Kaltblutzüchter aus der Weser-Ems-Region sowie einige Züchter aus Westfalen trafen sich am letzten Sonnabend im Juli wie schon in den letzten Jahren wieder in Uelsen zum Grafschafter Haus- und Nutztiermarkt. Hier fand bei hochsommerlichen Temperaturen erneut die Stutbuch- und Fohlenaufnahme statt.
Vor Ort war der Schauring durch den Kaltblutzuchtverein Emsland mit dem Vorsitzenden Jan Roolfs vorbereitet worden. Insgesamt stellten sich dreizehn Stuten, unterteilt in jeweils eine Schwarzwälder und Schleswiger Kaltblutstute, zwei Hannoversche und drei Rheinisch-deutsche Kaltblutstuten sowie sechs Freibergerstuten der Bewertungskommission. Die Züchter hatten die Stuten gut vorbereitet und herausgebracht. Bis auf zwei Stuten, die aufgrund ihrer Größe in das Stutbuch 2 eingetragen wurden, konnten alle Stuten in das Stutbuch 1 (Hauptstutbuch) aufgenommen werden.

Onno und Marie-Anne Oltmanns, Moormerland, stellten eine Stute des Hannoverschen Kaltblutes vor. Die dreijährige rahmige mit viel Kaliber ausgestattete Stute Roswitha v. Napoleon aus der SPS Rieke v. Duell glänzte mit einem fleißigen und raumgreifenden Schritt, harmonischer Oberlinie und gut ausgeprägter Schulter.

Die Freiberger Züchter erschienen mit sechs Stuten zur Eintragung. Auch aus Westfalen waren Züchter angereist, die ihre Stuten und Fohlen eintragen ließen. Ludwig Kloth, Selm, konnte mit der Stute Nera du Martalet v. Neco aus der Pepitana v. Hobby die Gruppe der Stuten anführen. Diese zwölfjährige Stute beeindruckte durch ihre enorme Schwungentfaltung im Trab, das sehr korrekte Fundament sowie ihren weiblichen Ausdruck. Auf dem zweiten Platz rangierte die Stute Dolly von Hauban aus der Diane v. Enjoleur, Bes. Heinrich Folle, Kamen. Schon 15jährig verkörperte diese Stute den Typ des Freibergers mit einem trockenen Gesicht, gut aus dem Widerrist angesetzter Halsung und fleißigem Schritt.

Bei den Rheinisch-deutschen Kaltblütern wurden drei Stuten vorgestellt. Reimond Menke aus Hagen stellte die Stute Heimchen von Helmut aus der Verbandsprämienstute Odessa v. Obelix vor. Diese im Rassetyp stehende rahmige Stute, ergiebig sich im Trabe zeigend, führte den Stutenring an.

Die Züchter des Schwarzwälder Kaltblutes zeigten zwei Hengst- und drei Stutfohlen, die auf einem Ring rangiert wurden. Johann Aden aus Großheide stellte das Siegerfohlen, ein Hengstfohlen v. Westerland und der Anka v. Riegel. Dieses Fohlen präsentierte sich mit deutlichem Hengstausdruck, großen Linien und korrektem Fundament, geschmeidig im Trab und mit raumgreifendem Schritt. Auf dem zweiten Platz rangierte ebenfalls mit einem Ia Preis ausgezeichnet ein Stutfohlen in dunkler Fuchsjacke v. Vulkan aus der Dana v. Donnerhall, gezogen von Annelies Stolp, Oosterwolde.

Sechs Hengstfohlen stellten die Freibergerzüchter vor, von denen drei mit einem Ia Preis ausgezeichnet wurden. Das jüngste Fohlen v. Erode aus der Nera du Martale v. Neco, gezogen von Ludwig Kloth, Selm, konnte die Kommission überzeugen und wurde als Sieger herausgestellt. Selbstbewusst mit schwungvollem Trab und taktreinem raumgreifenden Schritt stellte sich das Hengstfohlen dar. Auf dem zweiten Platz mit Ia ausgezeichnet rangierte das Fohlen v. Larson de la Corbaz aus der Eclipse v. Humage, Zü. Bernhard Nagel-Drees, Coesfeld. Ebenfalls sechs Stutfohlen zeigten sich anschließend auf dem Ring. Hier vergab die Kommission einen Ia Preis sowie fünf I. Preise. Auf dem ersten Platz konnte sich das Fohlen v. Erode aus der Doreen v. Lucky Boy, aus der Zucht von Gert Reinink, Ringe, behaupten. Mit viel weiblichem Charme, großen Linien, ansprechend in der Bewegung, überzeugte es unangefochten.

Die Züchter des Rheinisch-deutschen Kaltblutes stellten drei Hengstfohlen und neun Stutfohlen vor. Ein braunes Hengstfohlen v. Elton John aus der StPrA Quanda, gezogen von Fred Morkötter, Lüstringen, wurde an die Spitze gestellt und Ia prämiert. Mit deutlichem Hengstausdruck, elastischem Trabe und korrektem Fundament stellte sich das Fohlen im Rassetyp dar. Mit der SPS Ornella v. Obelix konnte Reinhard Burlage, Dwergte, wie schon im letzten, Jahr, einen Ia Preis für ein Fohlen v. Erdinger Gold erreichen.
Die rheinisch-deutschen Stutfohlen wiesen die größte Abteilung auf. Auch hier siegte das jüngste Fohlen. Das braune sehr typvolle Stutfohlen v. Hartmut und Nanni v. Nerlinger, Anfang Juni geboren, begeisterte mit elastischen Bewegungen und einem gelassenen raumgreifenden Schritt. Auf dem zweiten Platz und Ia prämiert folgte das Fohlen v. Jörg und der SPS Nele v. Nerlinger aus der Zucht von Berthold Klinge, Itterbeck, das sich im Rassetyp stehend und mit harmonischem Körperbau zeigte.
Alle Fohlen konnten noch einzeln vorgestellt werden, bevor ein schweres Gewitter mit Starkregen der Rangierung ein Ende setzte. Insgesamt wurden bei den Stutfohlen vier Ia Preise und fünf I. Preise vergeben.
Die obligatorische Siegerehrung fiel sozusagen ins Wasser und musste in die Reithalle verlegt werden. Die Ehrung der Siegerfohlen und –stuten war daher nur eingeschränkt möglich.

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